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Thema 6 |
Globalisierung, Migration und Zukunft der Arbeit |
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Workshop 6.4 |
"Die Hartz-Gesetze: Moderne Dienstleistungen für Frauen am Arbeitsmarkt?" |

Freitag, 09.09.2005, 14.45-16.30h
ver.di und DGB

| ReferentInnen
- Christel Degen, DGB Bundesvorstand, Abteilung Gleichstellungs- und Frauenpolitik, Deutschland
- Hannelore Buls, Abteilung Frauenpolitik bei ver.di, Deutschland
Christel Degen wird die Gesetze zu modernen Dienstleistungen am Arbeitsmarkt auf ihre konkreten frauenpolitischen Folgen abklopfen. Sie vertritt die These, dass hinter den Arbeitsmarktreformen das gesellschaftliche Bild der modernisierten Ernährerehe (Mann arbeitet Vollzeit, Frau als Dazuverdienerin) steht. Das hinter den Hartz-Gesetzen stehende Bedürftigkeitsprinzip erzeugt darüber hinaus eine neue Abhängigkeit vom Partner - übrigens auch für diejenigen, die nicht verheiratet sind. Es entstehen aus gleichstellungspolitischem Blickwinkel neue Verschiebebahnhöfe: Überwiegend Frauen verlieren aufgrund der Anrechnung des Partnereinkommens ihre eigenständige finanzielle Absicherung. Zudem wird für diesen Personenkreis der Zugang zu arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erheblich erschwert. Gleiches gilt für die Kinderbetreuung.
Hannelore Buls schildert die beschäftigungspolitischen Folgen einer Niedriglohnstrategie (geringfügige Beschäftigung/ 1-Euro Jobs) in Bereichen, in denen typischerweise Frauen arbeiten. Hierbei geht es um „Drehtüreffekte“ und die Verdrängung regulärer Beschäftigungsverhältnisse. Weiterhin stellt sich unter diesen Arbeitsbedingungen die Frage nach der Qualität von Arbeit - gerade auch im Bereich der humanen Dienstleistungen.
| Kontakt
Christel Degen, DGB, E-Mail Christel.Degen@dgb.de, Homepage http://www.dgb.de/
Hannelore Buls, ver.di, E-Mail hannelore.buls@verdi.de, Homepage http://www.verdi.de/
Aktualisiert: 11.08.2005, hbr