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Thema 6 |
Globalisierung, Migration und Zukunft der Arbeit |
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Workshop 6.7 |
"Kann denn Wandern Sünde sein? - Geschlecht und Arbeitsmigration in der erweiterten Europäischen Union " |
Samstag, 10.09.2005, 11.30-13.15 h Bundesfrauenreferat Bündnis 90/Die Grünen, Deutschland

| ReferentInnen
Elisabeth Schroedter, MdEP Bündnis 90/Die Grünen, Deutschland
Behshid Najafi, Agisra e.V., Deutschland
Felicitas Hillmann, Freie Universität (FU) Berlin, Deutschland
Moderation: Dana Frank, Bündnis 90/Die Grünen, Deutschland
Aufgegriffen werden in diesem Workshop die Migrationsmuster von Frauen, ihre spezifischen Arbeitsbedingungen im Zielland und der Nutzen, den gerade diese Gruppe für den deutschen Markt darstellt.
Frauen gelten als „Pionierinnen der flexiblen Arbeitsformen“. Je dezentraler und haushaltsnäher die informelle Arbeit ausgeführt wird, desto niedriger sind die Löhne oder Gewinne, desto weniger reguliert die Arbeitsbedingungen, desto geringer die gewerkschaftliche Organisation, desto eher werden national oder international geltende Rechte verletzt. Weil ihnen der Schutz fehlt, wird gegenüber Frauen Gewalt und Zwang ausgeübt. Es spricht sogar viel dafür, das der „gender gap“ – die geschlechtsspezifische Segregation der Arbeits- und Geschäftsbereiche und der Profitmöglichkeiten – in der informellen Ökonomie größer ist als in der formellen.
Das Thema Arbeitsmigration wird also vorwiegend auf den informellen, privaten Sektor beschränkt, d.h. Schwarzarbeit in den Bereichen Pflege, Hausarbeit oder Kinderbetreuung. An diesem Arbeitsmarktsegment kann man die geschlechtsspezifischen Chancen und Risiken der EU-Erweiterung schließlich besonders gut aufzeigen. Zudem werden hier die Sozial- und wirtschaftspolitischen Probleme deutlich, die mit der Fragestellung verbunden sind.
Fragen, die uns in diesem Workshop beschäftigen werden, sind u.a:
- Warum besteht volkswirtschaftlich gesehen ein so hoher Bedarf an Haushaltshilfen?
- Mit welchen Vorstellungen kommen die Frauen hierher – und wie sieht ihre Situation tatsächlich aus?
- Wie kann man der gestiegenen Migration (in den informellen Sektor) arbeitsmarktpolitisch begegnen?
Die verschiedenen Aspekte dieses wichtigen Themas werden wir gemeinsam mit ExpertInnen aus Politik, Praxis und Wissenschaft erarbeiten.
| Kontakt
Claudia Schlenker, Bundesfrauenreferentin von Bündnis 90 / Die Grünen, Platz vor dem Neuen Tor 1, 10115 Berlin, Tel.: (0 30) 28 44 21 52, Fax :(0 30) 28 44 22 52, E-Mail: frauen@gruene.de Homepage der Grünen Partei >> Bundesfrauenrat
Aktualisiert: 05.09.2005, hbr
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