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       UN-Reform

Schritte zur Reform: Entwicklungen seit dem World Summit 2005 

   Reformiert - aber auch gegendered?

Die ersten Umsetzungsschritte der am World Summit 2005 entworfene Reformvorschläge liegen nun vor. Der Generalssekretär hat im Jahr 2006 mit drei grundlegenden Dokumenten die Richtung für Reformen im administrativen Bereich und in Strukturfragen vorgegeben.
Kritisch begleitet wird der Prozess auch weiterhin von frauenpolitisch engagierten Gruppen.
Dokumente und Kommentierungen im Überblick unter [peacewomen.org]
Aktuelle Entwicklungen dokumentieren wir auch auf GLOW [Aktuelles]

   World Summit 2005

Vom 14.-16. September 2005 versammelten sich in New York mehr als 170 Staatschefs beim World Summit 2005, auch bekannt als "Millennium + 5 Gipfel". Die Delegierten feierten den 60. Geburtstag der Vereinten Nationen. Hauptsächlich unterzogen sie jedoch die Milleniumserklärung aus dem Jahr 2000 einer Überprüfung und einigten sich auf Kompromisse für eine UN-Reform. Nach Ansicht von Vertreterinnen der internationalen Frauenrechtsbewegung fehlt in den Reformvorschlägen eine umfassende Geschlechterperspektive. Entsprechend sorgte das Abschlussdokument des Gipfels für Enttäuschung. Viele Frauengruppen waren dennoch zufrieden. Denn das Dokument fordert spezifische Strategien, um Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen. Dies umfasst eine stärkere Beteiligung von Frauen auf Entscheidungsebenen zur Förderung von Frieden und Sicherheit. Charlotte Bunch bekräftigt: "In einem Umfeld, das nicht frauenspezifisch war, blieben Frauen zentral auf der politischen Agenda der UN".
Lesen Sie die Publikation der Heinrich Böll Stiftung über den geschlechterpolitischen Gehalt der UN-Reform [Gender in der Reform].

Wissensbausteine      |

UN-Reform 
Die UN-Reform umfasst eine Fülle an Initiativen, 
Vorschlägen, und Arbeitsgruppen: von den
Millenniums-Entwicklungszielen zur Reform des 
Sicherheitsrates, vom High-level-
zum Cardoso-Panel. Geschichte und Überblick
auf der entsprechenden [UN-Seite
]

World Summit 2005
Abgehalten in New York vom 14.-16. September 2005
bei der 60. Sitzung der Generalversammlung. Sein
Ziel: Evaluation der Fortschritte seit der 
Millenniums-
erklärung und ein Überkommen bzgl. der UN-Reform,
z.B. die Einrichtung einer Peacebuilding Kommission.
Trotzdem bleibt das Abschlussdokument hinter den
Erwartungen vieler Delegierter und Lobbygruppen
zurück, wenn auch nicht alle Frauengruppen
enttäuscht sind. Lesen Sie das Abschlussdokument
auf der Seite des [World Summit]

Gender-Themen beim World Summit 2005
Überblick zu Gender-Themen beim World
Summit  auf der Seite von [UNIFEM]. Lesen Sie
auch den Überblick des Gender Monitoring des
World Summit [What's at Stake for Women?].
High-Level-Panel zu Bedrohungen,
Herausforderungen und Wandel
2003 von Kofi Annnan ins Leben gerufen,
um gegenwärtige globale Bedrohungen für 
Frieden und Sicherheit zu benennen.
Das Panel legte Ende 2004 einen Abschlussbericht
vor. Zwar fehlt darin eine Gender Perspektive,
aber er bietet Wege, relevante Fragen der UN-Reform
zu gendern. Weitere Informationen und der Bericht
als PDF auf der Seite des [
High-Level-Panel]

Bericht von Kofi Annan: "In Larger Freedom:
Towards Development, Security and
Human Rights for All"
Vorgelegt im März 2005. Stellt 
Annans Ziele
für eine UN-Rreform und das Erreichen der 

Millennium-Entwicklungsziele vor.
Er formuliert darin außerdem die Agenda für den
Millennium + 5 Summit im September 2005.
Der Bericht erwähnt Geschlechtergerechtigkeit
nur in Bezug auf die Millenniums-Entwicklungsziele.
Genderspezifische Dimensionen von Frieden
und Sicherheit, Menschenrechten und der
institutionellen Reform der UN bleiben ausgespart.
Weitere Informationen und den Bericht als PDF 
auf der Seite
["In Larger Freedom"]

Kritik von Frauenseite am Annan-Bericht
und an der UN-Reform
In ihrer Kritik des Reformprozesses argumentiert Gigi
Francisco, dass die aktuellen Reformvorschläge hinter 
den hohen Erwartungen, die Annan geweckt habe,
zurückbleiben. >> PDF Download
Im April  2005 wandten sich Frauen in einem 
Brief an Annan und kritisierten seinen Bericht.
Dieser versäume es, die Errungenschaften von  
CEDAW und der Pekinger Aktionsplattform
anzuerkennen. Lesen Sie den Brief unter
[International Women's Tribute Center (IWTC)].
Lesen Sie eine weitere Antwort auf den Annan-
Bericht der [NGO Working Group on Women,
Peace, and Security (NGOWB)
].

Panel of Eminent Persons on United Nations-
Civil Society Relations (Cardoso-Panel)
2003 von Kofi Annan eingerichtet, um 
Vorschläge zu der Frage zu erarbeiten,
wie die UN ihr Verhältnis zu Organisationen der
Zivilgesellschaft verbessern könnte.
Im Juni 2004 legte das Panel seinen Bericht vor: 
 "We the Peoples: Civil Society, the UN and Global
Governance," auch als "Cardoso-Bericht" bezeichnet.
>> PDF Download.
Der Bericht wird von der NGO-Community stark
kritisiert. Lesen Sie die Kritik von WEDO (Women's
Environment and Development Organization) 
>> PDF Download
Außerdem zum Download die Vorschläge von 
NGOWG
zum Verhältnis des Sicherheitsrat und von
NGOs  >> PDF Download 

Weitere Ressourcen
Weitere Links zu Studien, Interviews, Aufsätzen und
Aktionen, finden Sie auf den folgenden Seiten:
[Heinrich-Böll-Stiftung]
[Association for Women's Rights and Development
(AWID)
]
[ReformtheUN.org]
[Women Watch- United Nations]


  
Die Reform der UN-Institutionen: ein kurzer Überblick


Im März 2005 stellte der Generalsekretär der UN, Kofi Annan, seine Ideen zur Reform der UN-Institutionen vor. Diese beinhalten eine Reform des Sicherheitsrates, der Menschenrechtskommission, der Generalversammlung, des Wirtschafts- und Sozialrates sowie die Einrichtung einer Peacekeeping-Kommission und eines Peacebuilding Support Office. Annans Pläne spiegeln zu weiten Teilen die Empfehlungen wider, die das High-Level-Panel in seinem Bericht gegeben hatte. Weder sind in den beiden Berichten zufriedenstellende Gender-Analysen enthalten, noch werden die institutionellen Reformen aus einer Gender-Perspektive betrachtet. Der Annan-Bericht versäumt es außerdem, die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit für Konfliktprävention und Peacebuilding in Post-Konfliktphasen zu erwähnen. Der Bericht des High-Level-Panels erwähnt Gender zwar im Zusammenhang mit Konflikt. Jedoch werden Frauen stereotyp als Opfer dargestellt, anstatt als Akteurinnen, die in friedensschaffende Maßnahmen involviert sind.     

Im Frühjahr 2006 debattierten internationale Frauenorganistationen sehr ausführlich den geschlechterpolitischen Gehalt des UN Reform Prozesses. [Mehr Informationen]

   Mehr Geschlechtergerechtigkeit durch Reform?

Die Schaffung neuer UN-Organe (wie der Peacebuilding-Kommission) und die Reform bestehender Organe(z.B. Sicherheitsrat, Menschenrechtskommission) kann die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit im UN-System erhöhen. Es ist äußerst wichtig, dass die Reformvorschläge und Ergebnisse des September-Gipfels früher eingegangene Selbstverpflichtungen der Mitgliedsstaaten untermauern, wie z. B. aus Resolution 1325, der Pekinger Aktionsplattform und CEDAW. Gender-spezifische Forderungen an die institutionelle Reform lauten: 

  • in Bezug auf den Sicherheitsrat: Nationale/regionale Interessen sollten nicht das größere Ziel überschatten, den Rat demokratischer zu gestalten (z. B. durch regelmäßige Konsultation von Frauen-NGOs) und effektiver hinsichtlich der Reaktion auf und Prävention von Konflikten (z. B. durch vollständige Implementierung seiner Resolution 1325). Die schließt Fragen ein wie: Wie stark sind potenziell neue Mitglieder des Rates der Resolution 1325 verpflichtet? Wie kann die Repräsentation von Frauen in Entscheidungspositionen gestärkt werden?
  • in Bezug auf die neue Peacebuilding-Kommission: Gender-Analysen und -Expertise müssen alle Phasen der Konfliktanalyse und des Monitoring begleiten. 
  • in Bezug auf die Menschenrechtskommission: Die Mitgliedschaft sollte abhängig davon sein, ob ein Staat Frauenrechte achtet. Eine stärkere Kommission bedeutet auch eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Commission on the Status of Women (CSW) und UNIFEM.

Die UN bereiten sich darauf vor, gegenwärtigen und zukünftigen Bedrohungen und Herausforderungen zu begegnen. Deshalb kann der Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit für Konfliktprävention und Entwicklung nicht länger aus dem Weg gegangen werden. Siehe auch [Resolution 1325] und [Peking+10].


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#Kommentare, Aktuelle Entwicklungen, Informationen und mehr ...
 

 


Neue UN-Publikation: "Delivering as One"
Secretary-General’s High-level Panel on UN System-wide Coherence in the Areas of Development, Humanitarian Assistance, and the Environment
November 9, 2006

Report of the Secretary-General's High-Level Panel on UN System-Wide Coherence. It addresses cross-cutting issues, including sustainable development, gender equality and human rights.

Lesen Sie den vollständigen Bericht als >> PDF Download
 


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UN Reform Issues on All Fronts, Challenging Stronger Gender Equality Architecture
By June Zeitlin, Executive Director of Women's Environment & Development Organization
WEDO Enews & Views: May 2007

Last month, the Secretary General presented his views on the Coherence Panel's recommendations in a report to the General Assembly. The General Assembly needed to formally receive this report before beginning its own discussions of the Panel's recommendations.

In his presentation, the SG reiterated his support for a stronger, consolidated women's agency. He underscored that gender equality continues to be the mandate of all UN entities and that he will recruit "competent" women to his senior team. He also announced that the Deputy Secretary-General, Dr. Asha-Rose Migiro will oversee the implementation of the Coherence Panel recommendations.
In her introduction of the SG, the President of the GA, H.E. Sheikha Haya Rashed Al Khalifa, noted that at the March GA thematic debate on gender equality and women's empowerment, many speakers highlighted the need for a stronger and effective, better-resourced gender entity. She also urged governments to take action on the gender architecture recommendation...

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf der Webseite von: [WEDO]
 

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Frauen in UN-Spitzenpositionen

Mit Sheikha Haya Rashed Al Khalifa wurde erst zum dritten Mal eine Frau zur Vorsitzenden der Generalversammlung der Vereinten Nationen bestimmt. Neben der aktuellen, 61. Sitzungsperiode wurden die 8. und die 24. Periode von Frauen geleitet.

Ein Porträt dieser und anderer herausragender Frauen im UN-Kontext ist nachzulesen in der [UN-Chronik]

Neuaufgelegt wurde des Weiteren ein Buch über die Rolle von Frauen in den Vereinten Nationen und ihrer Vorläuferinstitution, dem Völkerbund. Das Buch findet sich online als >> PDF Download

THE UNFINISHED STORY OF WOMEN AND THE UNITED NATIONS
By Hilkka Pietila

The Unfinished Story of Women and the United Nations covers more than eighty-five years of history between women and inter-governmental organizations. Unrecorded by history and untold by the media, this book recalls the success story of women and the League of Nations and describes the unfolding history of women at the United Nations for the advancement and empowerment of women, especially in the 30 years since the First UN World Conference on Women in 1975 in Mexico City and up to the ten-year review and appraisal of the implementation of the Beijing Platform for Action in 2005. This book revises the 2002 publication Engendering the Global Agenda: The Story of Women and the United Nations, produced as the tenth volume in the NGLS Development Dossier series.

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A Female UN Secretary-General?  

The Outcome
Ki-Moon Ban began his term as the Secretary-General of the United Nations in 2007. Seven candidates applied for the position. The position of Secretary-General is informally governed by a regional rotation principle, according to which the next Secretary-General should come from a country in Asia. The UN Security Council followed this principle in recommending Ki-Moon Ban. The General Assembly agreed with the Security Council’s recommendation.

The Cause
Women’s rights activists and organizations sprang to their feet during the nomination process. Appeals, petitions, and campaigns were launched to raise awareness on the need to strengthen women’s role within the United Nations and the importance for gender equality worldwide.

The Process
The third straw poll, a series of which are part of the election process, took place on September 28th, 2006. In this poll the only female candidate, Vaira Vike-Freiberga, came in third place. Not only was she the only woman candidate, but also the only non-Asian candidate. Following the straw poll on October 3rd, 2006, South Korea’s foreign minister Ki-Moon Ban was seen as the most promising candidate; he was the only candidate who did not receive a single veto.
The other candidates withdrew their candidacy in light of the overwhelming support for Ki-Moon Ban.

General information to the nomination and election process of the UN Secretary-General can be found on following website:
[United Nations Secretary General]

Commentary and Reports regarding a Female Secretary General

Time for a woman at the UN
Artikel von Jessica Neuwirth, September 2006

Vaira Vike-Freiberga
Homepage von Vaira Vike-Freiberga, Präsidentin von Lettland

"Latvia’s president tells UN why she is qualified to be next Secretary-General"
Interview im UN News Centre, September 2006

 
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Die UN-Reform & eine Architektur der Geschlechtergerechtigkeit  

Den Bericht des High Panels vom 9.November 2006 zur Architektur von Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der UN kommentierten nun zahlreiche NGOs in einem gemeinsamen Statement.  [NGO-Statement]

Einen Überblick über Entwicklungen und Diskussionen zur UN-Reform aus Geschlechtersicht bieten die beiden Organisationen auf folgender Website. Zu finden sind dort zahlreiche aktuelle Kommentierungen, Dokumente und Artikel.
[Center for Women's Global Leadership]

Eine eigene Agentur für Frauen innerhalb des UN-Systems wird als Forderung vom UN-Büro der Special Envoy for AIDS in Africa fomuliert.
>> PDF Download

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UN-Reform: What's in it for Women?

Am 1. März 2006 lud das Büro der Heinrich Böll Stiftung in Washington D.C. gemeinsam mit dem International Women's Tribune Center (IWTC) in New York zu einer Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung zum geschlechterpolitischen Gehalt der UN-Reform fand parallel zur 50. Sitzung der UN Commission on the Status of Women (CSW) in New York statt.
Lesen Sie die Zusammenfassung der Diskussion >> PDF Download

Das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington hat nun die Ergebnisse der Veranstaltung in einem Paper veröffentlicht. Den Volltext finden Sie hier als >> PDF Download
Mehr Informationen zu den Aktivitäten der Heinrich-Böll-Stiftung in den USA: [HBS Washington]

 


Deklaration: "Frauenrechte und UN-Reform"

Insgesamt 19 Außenministerinnen haben eine Deklaration lanciert, die eine stärkere Verankerung von Frauenmenschenrechten im System der Vereinten Nationen fordert. Konkret beziehen sich die Ministerinnen auf die UN-Reform und die Stärkung bereits existierender Strukturen.

Lesen Sie mehr dazu im: [Artikel zur Deklaration]

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"No Reason to Fight? European Women and UN Reform"

Franziska Brantner, Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung, ruft in ihrem Artikel europäische Frauen auf, sich in die UN Reform Debatte einzumischen. Da die institutionellen Veränderungen der UN entscheidend für die globale Frauenrechtsbewegung sind, können sich die europäischen Frauen hier nicht enthalten, so Brantner.
Lesen Sie den gesamten Artikel (englisch) >> PDF Download

   


Peacebuilding Commission nimmt Arbeit auf

Am 23. Juni 2006 fand die eröffnende Sitzung der neuen Peacebuilding Commission statt. Abzuwarten bleibt, welche Rolle Geschlechterperspektiven in der Arbeit der Kommission erlangen können.

Tanya Roberts-Davis beleuchtet Perspektiven und Kritik in einem von IWTC veröffentlichten Artikel. Lesen Sie hier den [Volltext].

Thelma Ekiyor verfasste für die Friedrich Ebert Stiftung (FES) ein Briefing Paper, in dem die Möglichkeiten der Peacebuilding Commission der Resolution 1325 zu entsprechen beleuchtet werden:
Ekiyor, Thelma (2006): Engendering Peace. How the Peacebuilding Commission can live up to UN Security Council Resolution 1325
Das Paper findet sich auf der Seite der FES als >> PDF Download

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Women's Groups Lobby UN "Coherence Panel"

Ein breiter Zusammenschluss von Frauengruppen intervenierte in die Arbeit des neuen UN High-Level Panel on UN System-wide Coherence. Die Hauptaufgabe dieses Gremiums besteht darin, bis August 2006 Empfehlungen für die UN zu erarbeiten. Ziel ist es, die Arbeit der UN zu verbessern und die Millennium Development Goals zu erreichen. Im Panel sind lediglich drei Frauen vertreten. Die bisherigen Interventionen von Frauengruppen (siehe unten: Offener Brief) hat bereits Erfolg gehabt: Das Panel ist nun aufgefordert auch auf die Stärkung der Gender-Architektur innerhalb der UN zu achten und auf Gender Mainstreaming Prozesse Bezug zu nehmen.

Eine kurze Übersicht auf Englisch: [Übersicht]

   


Leerstelle Gender

Thalif Deen kritisiert in ihrem Artikel vom 7. April 2006 die Geschlechterblindheit der Konzepte zur UN-Reform.
Lesen Sie den ganzen Artikel: [Artikel Thalif Deen].

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Keine Nachfolgerin für Generalsekretär Kofi Annan

Das Ergebnis
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen wird ab 2007 für die Dauer der nächsten Amtsperiode Ki-Moon Ban heißen. Sieben KandidatInnen bewarben sich auf das Amt. Für Besetzung des Postens gilt informell ein regionales Rotationsprinzip, demnach der/die nächste GeneralsekretärIn aus einem asiatischen Land kommen sollte. Verschiedentlichen anderen Forderungen zum Trotz folgte der Sicherheitsrat diesem Prinzip. Die Generalversammlung folgte dem Vorschlag des Sicherheitsrates.

Das Anliegen
Die anstehende Neubesetzung des Generalsekretariats der Vereinten Nationen rief insbesondere Frauen-Aktivistinnen und Organisationen auf den Plan. Aufrufe, öffentliche Petitionen und Informationskampagnen sollten Bewusstsein schaffen für die Möglichkeit, die Präsenz von Frauen innerhalb der UN maßgeblich zu stärken und auf internationaler Ebene ein deutliches Zeichen für Gleichstellung zu setzen.

Der Prozess
Am 28. September 2006 fand die dritte Probeabstimmung zur Wahl statt. Diese Serie von Probeabstimmungen ist Teil des Wahlprozesses durch die Generalversammlung. Die Abstimmung vom 28. September reihte die einzige weibliche Kandidatin, Vaira Vike-Freiberga, auf den dritten Platz. Sie war nicht nur die einzige Frau in der Liste, sondern auch die einzige nicht-asiatische Kandidatin. Nach der Probeabstimmung vom 3. Oktober 2006 im Sicherheitsrat gilt der südkoreanische Außenminister Ki-Moon Ban als aussichtsreichster Kandidat. Nur gegen ihn fand sich keine Vetostimme.
Angesichts der sich abzeichnenden Wahl des südkoreanischen Kandidaten zogen die anderen BewerberInnen ihre Kandidatur zurück.

Allgemeine Informationen zum Prozess der Besetzung des Generalsekretariats dokumentiert die folgende Website. Sie finden dort Informationen zu aktuellen Entwicklungen und den Hintergründen:

United Nations Secretary General (UNSG)


Fragen an die & Antworten von den KandidatInnen [Interview New York Times]


Kommentare, Berichte und Aktivitäten zu einer Generalsekretärin

Choose a Women for UN
Über diese dreisprachige Website wurde eine Petition verbreitet. Die Webseite ist voraussichtlich nicht dauerhaft verfügbar.

Women for Secretary General
Ein Artikel von Jessica Neuwirth, Women's Media Center zum Thema

Vaira Vike-Freiberga
Die lettische Staatspräsidentin erklärte ihre Bereitsschaft für das Amt der UN-Generalsekretärin zu kandidieren. Von den baltischen Staaten ist sie bereits für das Amt nominiert. Für die europäischen Staaten könnte sie eine Konsenskandidatin sein.

In einem Interview erklärt Vike-Freiberga, weshalb sie sich für dieses Amt qualifiziert sieht. [UN-News Center]

 

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Unzufriedenheit mit der UN-Reform: Protest zum 8. März 2006

Den 8. März 2006, den Weltfrauentag, nahmen Frauen aus aller Welt zum Anlass, ihre Kritik an der UN-Reform zu formulieren in Form eines offenen Briefes an UN-Generalsekretär Kofi Annan. Die Unterzeichnerinnen betonen, dass der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung von frauenspezifischen Institutionen nicht genügend Aufmerksamkeit zukomme. Konkret wird eine Erhöhung der zahlenmäßigen Repräsentation von Frauen im "High-level Panel on UN system-wide coherence" sowie die Ausstattung frauenspezifischer Institutionen mit ausreichenden Ressourcen gefordert.
Lesen Sie den gesamten Brief in Englisch als >> PDF Download

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Aktualisiert: 13.08.2007, meb