Müttersterblichkeit zwischen Risiken und Rechten. Eine Diskursanalyse zur Medikalisierung internationaler Bevölkerungspolitik
Forschungsvortrag auf dem Workshop zu den Ergebnissen und Perspektiven des 1. Gunda-Werner-Promotionskollegs "Geschlechterdemokratie und Organisationsreform im globalen Kontext", veranstaltet vom Studienwerk und dem Feministischen Institut der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin, 13. Juni 2003
Abstract
Gesundheitspolitische Argumente spielen in den Verhandlungen um internationale bevölkerungspolitische Programme seit der UN-Konferenz von Kairo 1994 eine wichtigere Rolle als vorher. In ihrer Analyse des Diskurses um Müttersterblichkeit zeigte Susanne Schultz, welche heterogenen politischen Strategien von Frauen-NGOs und population establishment sich hinter unterschiedlichen Konzepten von Risiken und Rechten verbergen können - und welche sich dabei als dominant herausbilden. Dabei diskutierte sie auch die Anregungen und Grenzen der Gouvernementalitätsstudien für die Bearbeitung einer solchen Frage.
Der vollständige Text des Vortrags als >> PDF zum Download.
Veröffentlichungen
- Susanne Schultz mit Katharina Pühl 2001: Gouvernementalität und Geschlecht - Über das Paradox der Festschreibung und Flexibilisierung der Geschlechterverhältnisse, in: Sabine Hess/Ramona Lenz (Hg.): Geschlecht und Globalisierung. Ein kulturwissenschaftlicher Streifzug durch transnationale Räume, Ulrike Helmer Verlag
- 2002: Biopolitik und affektive Arbeit bei Hardt/Negri in: Das Argument Jg. 44, Heft 5/6, Nr.248, S. 696-709
- 2003: Biopolitische Strategien und Gouvernementalität in der internationalen Bevölkerungspolitik. Zwischen biologischer Verletzlichkeit und reproduktiver Selbstbestimmung? in: Marianne Pieper, Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Hg.):Gouvernementalität und Subjektivität, Campus Verlag Frankfurt a.M (i.E.)
Die Dissertation von Susanne Schultz ist im Frühjahr 2006 in Buchform erschienen:
- 2006: Hegemonie - Gouvernementalität - Biomacht. Reproduktive Risiken und die Transformation internationaler Bevölkerungspolitik. Westfälisches Dampfboot, Münster.
Aktualisiert: 15.06.2006, mfr