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Ergebnisse zum Thema 




Zur Relevanz von `Gender` in Konflikten und in der Konfliktbearbeitung

Fachtagung zur Präsentation der ersten Ergebnisse des 2. Gunda Werner Kollegs am 10. / 11.02.06 in Berlin


      |  Zum Thema

Für Entstehung und Verlauf von gewaltsamen Konflikten und für die Konfliktbearbeitung spielen Geschlechterverhältnisse eine bedeutende Rolle. Der Ausbruch von gewaltförmigen Konflikten geht nicht nur mit krisenhaften ökonomischen, politischen und kulturellen Prozessen einher, sondern wird begleitet von Verschiebungen im Geschlechterverhältnis und von der Erschütterung von (Geschlechts)Identitäten.

In der Austragung von Konflikten spielen Geschlechterkonstruktionen eine erhebliche Rolle. Sie zeigen sich u.a. in kulturellen Legitimationen des Einsatzes von Gewalt, symbolischen Anordnungen der Konfliktparteien und in geschlechtsspezifischen Konsequenzen des Konfliktes. Gewaltförmigen Konflikten gehen Prozesse der Gemeinschaftsbildung voraus, in denen 'Ethnie' und 'Gender' eine erhebliche Bedeutung haben.

Die Frage, welche Genderdiskurse sich in welchen Kontexten durchsetzen, hat nicht nur Bedeutung für die Austragung von Konflikten und die Konfliktbearbeitung, sondern lenkt den Blick auch auf die Genderverhältnisse in den Staaten, wo militärische PeacekeeperInnen und zivile KonfliktbearbeiterInnen in den jeweiligen Krisengebieten tätig sind.

 

         PROGRAMMStipendiatinnen und Betreuerinnen des 2. Kollegs


Freitag, 10. 2. 2006

         Begrüßung

  • Gitti Hentschel, Leiterin Feministisches Institut der Heinrich-Böll-Stiftung
  • Ulla Siebert, Dr., Leiterin des Studienwerks der Heinrich-Böll-Stiftung
  • Kurzfilm: Women Videoletters. A second text on war and globalization. FrauenLesbenCollectiv Berlin, Deutschland 2004

 

      |  Panel: Zur Rolle von Gender für die Analyse und das Handeln in Krisenregionen

  • Barbara Unmüßig
    Vorstand der Heinrich Böll Stiftung
  • Ruth Seifert
    Prof. Dr., Fachhochschule Regensburg, Mitglied des Kollegiums des Gunda-Werner-Promotionskollegs
  • Sabine Kienitz
    PD Dr., Kulturwissenschaftlerin, SFB "Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit", Universität Tübingen
  • Ulrike Brunotte
    PD Dr., Religionswissenschaftlerin und Literaturwissenschaftlerin am Kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität und in den Gender Studies. Mitglied des Graduiertenkollegs "Geschlecht als Wissenskategorie"

Moderation: Christine Eifler, PD Dr., Universität Bremen, Leiterin des Gunda-Werner- Promotionskollegs


Sonnabend, 11.2. 2006

      |  Panel: Genderaspekte ziviler Interventionen

  • Natalie Mutlak, Gunda- Werner-Kollegiatin:
    Gender- Wasser- Technik: Stand der Forschung und konzeptionelle Überlegungen für eine Untersuchung in einer Konfliktregion Kommentatorin: Claudia von Braunmühl,
    Prof. Dr., Entwicklungspolitische Gutachterin und Honorarprofessorin an der FU Berlin
  • Anne Jenichen, Gunda-Werner-Kollegiatin:
    Gleichstellungspolitik unter Bedingungen internationaler Intervention: Zur Interaktion interner und externer AkteurInnen in Nachkriegsgesellschaften
    Kommentatorin: Dr. Cornelia Ulbert
    Freie Universität Berlin, Arbeitsstelle Transatlantische Außen- und Sicherheitspolitik
  • Miriam Schroer, Gunda-Werner-Kollegiatin: 
    Gender in der Evaluation ziviler Konfliktbearbeitung - eine Problemskizze
    Kommentatorin: Gitti Hentschel
    Leiterin Feministisches Institut der Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation: Christine Eifler, PD Dr., Universität Bremen, Leiterin des Gunda-Werner- Promotionskollegs


      |  Panel: Geschlechtersymbolik in kriegerischen Konflikten - Begründungsmuster für Gewalthandeln und Friedensarbeit

  • Michaela Schäuble, Gunda-Werner-Kollegiatin:
    Kriegsverbrecher, Helden oder Märtyrer? Aktuelle Diskurse über die Rolle kroatischer Kampfsoldaten im Jugoslawienkrieg 1991-1995 Kommentatorin: Sabine Kienitz
    PD Dr., Kulturwissenschaftlerin, Universität Tübingen
  • Andrea Hapke, Gunda-Werner-Kollegiatin:
    Die Verantwortung der Mütter - Friedensdiskurse tschetschenischer und russischer Aktivistinnen
    Kommentatorin: Eva-Maria Hinterhuber, Diplom-Politologin, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/ Oder

Moderation: Jutta Helm, Referentin Promotionsförderung des Studienwerks der Heinrich-Böll-Stiftung


      |  Abschlusspodium: Schlussfolgerungen aus der Tagung

  • Mit den Stipendiatinnen Andrea Hapke, Anne Jenichen, Natalie Mutlak, Michaela Schäuble, Miriam Schroer

Moderation: Christine Eifler, PD Dr., Universität Bremen, Leiterin des Gunda-Werner- Promotionskollegs

 


Aktualisiert: 02.06.2006, hbr