Feminismus, Frauen- und Geschlechterpolitik auf internationalem Parkett
Männerdomäne internationale Politik?
Das Feministische Institut bringt sich mit feministischen und geschlechterpolitischen Perspektiven in aktuelle Debatten internationaler Politik ein. Gerade dieses Feld verlangt nach kritischen, feministischen Perspektiven: So ist der Mainstream internationaler Politik von männlichen Akteuren bestimmt - Politiker, die Köpfe internationaler Organisationen, Chefs internationaler Unternehmen und die auch die dazugehörigen Wissenschaftler. Außerdem beschränkt sich der Mainstream häufig auf die "großen" Themen internationaler Politik und drängt andere an den Rand. Terrorismusbekämpfung erscheint "internationaler" zu sein als Armutsbekämpfung, Sicherheitspolitik wichtiger als Friedenspolitik.
Feministische Perspektiven nehmen Frauen als AkteurInnen und als Betroffene wahr. Sie bemühen sich um Ansätze, die verschiedene Felder vernetzen: Friedenspolitik mit Armutsbekämpfung, Umweltpolitik mit Krisenprävention, Frauenpolitik mit nachhaltiger Entwicklung.
Geschlechterperspektive?
Welche Rolle spielt die Kategorie Geschlecht in Fällen von Biopiraterie? Welche frauenpolitischen Akteurinnen sind auf europäischer Ebene aktiv? Was ist Inhalt europäischer Gleichstellungspolitik? Welche Geschlechterbilder liegen den Diskussionen zu Fundamentalismen zugrunde? Was ist seit der Frauenkonferenz von Peking 1995 passiert?
Diesen Fragen und vielen mehr widmete das Feministische Institut und die Heinrich Böll Stiftung Raum in seiner Arbeit: virtuell auf GLOW und im Rahmen von Veranstaltungen wie dem Kongress "Femme Globale" und der "Summer School".
Das Gestalten von Politik beginnt mit dem Wissen um Zusammenhänge: Das Feministische Institut bietet deshalb zu wichtigen Themen internationaler Politik umfangreiches Material - als Einstieg in und zur Vertiefung von Wissen, das feministischem Handeln auch auf internationalem Parkett eine Grundlage gibt.
Übersicht der Themen
Aktualisiert: 18.04.2008, klz