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    Frauensicherheitsrat (FSR)




Nachhaltige Sicherheitspolitik braucht die Genderperspektive

   Friedenspolitisches Expertinnen-Netzwerk 
Der Frauensicherheitsrat hat sich im März 2003 gegründet. Mehr als 50 Frauen, Einzelpersonen und Vertreterinnen von Forschungseinrichtungen und Hochschulen, Frauen-, Menschenrechts- und Entwicklungshilfeorganisationen, Friedensgruppen und politischen Stiftungen sind darin zusammengeschlossen. [Flyer, Hompage]

   Aufgaben und Ziele 
Der FSR hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Rolle von Frauen in der Friedens- und Sicherheitspolitik zu stärken und politische Impulse zur beschleunigten Umsetzung der UN-Resolution 1325 zu geben. Während Deutschlands zweijähriger Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat zielte er insbesondere  darauf, die Politik der Bundesregierung kritisch zu begleiten (s. auch Bläss/Hentschel in: femina politica 2/2003 >> Download PDF). Mittlerweile arbeitet der FSR verstärkt zur bundesdeutschen und europäischen Sicherheitspolitik sowie zur UN-Reform.   
Postkarte zu 1325 
   Grundlage 
Wichtige Grundlage für die Arbeit des FSR ist die Resolution 1325, die vom UN-Sicherheitsrat am 31. Oktober 2000 einstimmig verabschiedet wurde. Damit wurde die bedeutende Rolle von Frauen in Konfliktprävention und -lösung sowie Friedenssicherung völkerrechtlich anerkannt. Sie sollen in alle Bemühungen und Entscheidungsprozesse zum Erhalt und zur Förderung des Friedens und der Sicherheit vollständig einbezogen werden.
Auch die Bedeutung der Geschlechterperspektive in der Konfliktbearbeitung und Friedenssicherung wird anerkannt. [UN-Resolution 1325]


  Arbeitsorganisation  

Zehn Personen koordinieren und organisieren den FSR. Sie knüpfen und halten Kontakt zu PolitikerInnen, Arbeitskreisen und ExpertInnen an Hochschulen, Instituten und weiteren Einrichtungen. Diese Steuerungsgruppe (neu gewählt im Mai 2005) besteht aus

  • Petra Bläss
  • Sylvia Braun
  • Marie-Christine Heinze
  • Sarah Clasen (Universität Tübingen)
  • Gitti Hentschel (Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung)
  • Heidi Meinzolt-Depner (Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit IFFF/WILPF)
  • Jill Scherneck (Hertie School of Governance, Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung)
  • Ute Scheub (Verein Scheherazade)
  • Judith Striek (Amnesty International)
  • Simone Wisotzki (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung HSFK)


   Aktuelle Termine

11. Oktober 2008: "Öffentliche Jahrestagung des Frauensicherheitsrates", Bonn [Veranstaltungskalender]

10. Oktober 2008: "Einsatz in Afghanistan – was bringt die Beteiligung der Bundeswehr für die Frauen und Menschenrechte dort?", Podiumsdiskussion in Bonn [Veranstaltungskalender]

18. Juni 2008: "Geschlechtergerechte Friedens- und Sicherheitspolitik im Spiegel von Bundesregierung und Frauensicherheitsrat", Berlin [Veranstaltungskalender]

21.-22. Juni 2008: Frauenkonferenz zur Friedens- und Sicherheitspolitik "Roadmap to 1325", Slowenien [Staffellauf Slowenien]


Aktualisiert: 12.09.2008, meb