Femme Globale
Geschlechterperspektiven im 21. Jahrhundert
Rückblick auf den internationalen Kongress vom 8. - 10. September 2005 in der Humboldt-Universität zu Berlin
Der Kongress war der bundesdeutsche Beitrag zum internationalen Peking plus 10-Check und ein feministisches Ereignis der Superlative:
- mehr als 1.000 Besucher/-innen
- 125 Referentinnen und Referenten aus 27 Ländern
- 30 Nichtregierungsorganisationen als Mit-Veranstalter
- 10 Panels und 40 Workshops
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Transnationale Perspektiven "Das enorme Interesse an diesem größten Treffen zu Geschlechtergerechtigkeit der letzten Jahre in Deutschland zeigt das Bedürfnis und die politische Notwendigkeit, endlich Frauenpolitik weltweit auf die Agenda zu setzen," erklärte die Initiatorin des Kongresses, Barbara Unmüßig vom Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung.
Über die unterschiedlichen Folgen politischen und ökonomischen Handelns für Frauen und Männer müsse dringend weltweit debattiert werden - und zwar mit einem Blick über den nationalen Tellerrand hinaus.
"Geschlechtergerechtigkeit muss die Verankerung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte in allen Ländern der Welt zum Ziel haben," unterstrich Unmüßig. Dabei seien kulturrelativistische Begründungen für die Verletzung von Frauenrechten ebenso inakzeptabel wie Kriege im Namen von Frauenrechten. Mehr dazu siehe [Presse] |
Globale Geschlechtergerechtigkeit Mit Femme Globale hat sich die Frauen- und Genderbewegung zurückgemeldet und ihren Gestaltungsanspruch zu den wichtigsten Themenfeldern der Gegenwart und Zukunft gezeigt:
- in der Außen- und Sicherheitspolitik,
- in der globalen Handels- und Finanzpolitik,
- in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik,
- in der internationalen Migrationspolitik,
- in der Wissens- und Biopolitik.
Ingrid Spiller, Referentin für internationale Politik der Heinrich-Böll-Stiftung und Koordinatorin von "Femme Globale", betonte: "Wir müssen lauter und offensiver werden. Wir brauchen mehr denn je Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich dem Kampf für Geschlechtergerechtigkeit verschreiben." Siehe auch [Themen] |
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Hintergrund: Peking plus 10-Check Ein Jahrzehnt nach der bahnbrechenden UN-Frauenkonferenz in Peking haben Frauen und Männer auf der ganzen Welt die Umsetzung der dort verabschiedeten Aktionsplattform kritisch unter die Lupe genommen. 
Zu zentralen Themen wie Geschlechterdemokratie, Entwicklungszusammenarbeit , Umwelt , Globalisierung , Arbeit , Frieden, Bildung , Gesundheit, Migration wurde überprüft, ob die Beschlüsse der UN-Konferenz ernst genommen wurden.
Dabei ging es bei dem Kongress Femme Globale vor allem darum, Geschlechtergerechtigkeit national und international zum Top-Thema zu machen, Strategien der Mobilisierung und Politisierung zu entwerfen sowie neue Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu fördern. Mehr zu [Peking +10] |
Der Kongress wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet. Zahlreiche Workshops von deutschen und internationalen Nichtregierungsorganisationen sowie Universitätsinstituten begleiteten und erweiterten das Kongressangebot.
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Aktualisiert: 13.11.2005, hbr
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