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Frauenaktionen zum 8. März 2005 |
Peking + 10 auf den Prüfstein
| Bündnis ruft zur kritischen Bilanz zehn Jahre nach der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking |
Presseinformation der Heinrich Böll Stiftung vom 07.03.2005
Bündnis ruft auf zur kritischen Bilanz
Zehn Jahre nach der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking: Beschlüsse auf den Prüfstein
Zum Internationalen Frauentag 2005 ruft ein Bündnis aus Frauenverbänden und politischen Stiftungen dazu auf, zehn Jahre nach der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking auch in Deutschland die Gleichstellung der Geschlechter verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. "Der Prüfstein für Fort- und Rückschritte ist die Pekinger Aktionsplattform", heißt es in dem Aufruf. Sie markiere einen Höhepunkt der internationalen
Frauenbewegungen, denn sie beschreibe umfassend die Benachteiligung von Frauen, setze klare Ziele und gebe Regierungen sowie Institutionen konkrete Handlungsleitlinien in allen relevanten Bereichen. Gleichwohl gebe es einen alarmierenden Trend, die unveräußerlichen und unteilbaren Menschenrechte der Frau erneut und weltweit in Frage zu stellen. Außerdem seien inzwischen neue Hindernisse aufgetreten wie "vor allem der wachsende Militarismus, sodann religiös, ethnisch und nationalistisch begründete Fundamentalismen und die häufig negativen Auswirkungen der Marktliberalisierung auf Frauen", heißt es dort weiter. Das Bündnis ruft alle Initiativen, Gruppen, Vereine und Verbände auf, ihre Aktivitäten in diesem Jahr an der Pekinger Aktionsplattform, dem umfassendsten Konzept für die Gleichstellung von Frauen und Männern, zu orientieren, die aktuelle Lebenssituation von Frauen und ihre Zukunftsperspektiven einer kritischen Prüfung zu unterziehen und Regierung und Institutionen an ihre Verpflichtungen zu erinnern.
Dem Bündnis gehören an:
Deutscher Frauenrat, Friedrich-Ebert-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Womnet/NRO-Frauenforum, BAG der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
Wortlaut des Aufrufs unter http://www.frauenrat.de/ und http://www.boell.de/ V.i.S.d.P.: Ulrike Helwerth, Pressereferentin des Deutschen Frauenrates
Heinrich-Boell-Stiftung, Vera Lorenz, Pressesprecherin
Hackesche Hoefe, Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin;
T 030-285 34 - 217 F 030-285 34 - 494
E-Mail lorenz@boell.de, Internet [Heinrich-Böll-Stiftung]
Aktualisiert: 31.05.2006