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Service » Archiv | Archive » Themen im Archiv | Topics » (A) Feminismen » Gender Budgets
   
    Konferenz am 19./20. Februar 2002



"Gender Budgets, Finanzmärkte und Entwicklungsfinanzierung. Gender Aspekte der internationalen Finanzarchitektur"

Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung
Ort: Berlin
 

  • In der folgenden Dokumentation veröffentlicht das Feministische Institut Beiträge und Pressereaktionen zur Konferenz, die von der Heinrich Böll Prof. Brigitte Young mit VeranstalterinnenStiftung konzipiert und durchgeführt wurde. Den einführenden Text von Prof. Dr. Brigitte Young können Sie hier als >> PDF zum Download nachlesen.

  • Zur Umsetzung des Gender-Budgeting-Konzepts in Berlin hat die Zeitung Freitag vom 10. Mai 2002 einen Artikel von Karin Nungesser veröffentlicht.
    Ihre Kernaussage: "Gender-Analysen sind zwar eine notwendige, aber längst keine hinreichende Bedingung für einen Politikwechsel. Ob die erhobenen Erkenntnisse tatsächlich umgesetzt werden, ist eine Frage des politischen Willens und des Drucks, der von außen auf die Regierungen ausgeübt wird. Nicht nur einzelne Projekte, sondern der Haushalt in seiner Gesamtheit soll künftig geschlechtergerecht ausgerichtet werden. Geschlechterspezifische Datenerhebungen - auch von Feministinnen derzeit gerne als Stein der Weisen gepriesen - sind dafür kein Ersatz. Schließlich gilt auch für das Gender Budgeting: Genauere Zahlen allein machen noch keine bessere Politik".

  • In der gleichen Ausgabe des Freitag finden Sie auch ein Interview mit Marion Böker, Mitbegründerin der Initiative für einen geschlechtergerechten Haushalt in Berlin.
    Sie sieht das Konzept des Gender Budgeting ein wenig anders: "Gender Budgeting bietet uns nun die Chance, über diese Form der Förderung hinaus zu kommen und statt dessen alle Haushaltsposten daraufhin zu untersuchen, was die dort eingesetzten Mittel eigentlich bewirken (...). Das Ziel eines geschlechtergerechten Haushalts soll nach unseren Vorstellungen dadurch erreicht werden, dass das Geld Männern und Frauen in dem Maße zugute kommt, wie sie es erwirtschaftet haben. Das setzt aber voraus, dass die unbezahlte Arbeit, die zu 99 Prozent von Frauen geleistet wird, in die Budgetberechnungen miteinbezogen wird, und die Ökonomie nicht länger auf diesem Auge blind ist."

*Foto: Prof. Brigitte Young und die Organisatorinnen


Aktualisiert: 13.02.2005, hbr