Startseite   Feministisches Institut   Themen und Projekte   Service
Service
  Netzwerke   Forum      
                           
 
Service » Archiv | Archive » Themen im Archiv | Topics » (A) Frieden » Häusliche Gewalt
   
    Fachtagung am 25. November 2003



"Eingreifen bei häuslicher Gewalt II - Europäische Erfahrungen bei der Verbesserung von Hilfsangeboten für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind - Bilanz und Perspektiven"
 

Veranstalter: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen in Kooperation mit dem Feministischen Institut der Heinrich-Böll-Stiftung
Ort: Berlin

Ziel der Tagung ist es, eine vergleichende Bilanz der in den vergangenen fünf Jahren geleisteten Arbeit der Interventionszentralen in verschiedenen EU-Ländern zu ziehen. Im Mittelpunkt der Diskussion wird die Weiterentwicklung der Arbeit der Interventionszentralen und der gesetzlichen Grundlagen für eine bessere und schnellere Hilfe für Frauen stehen. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Fachtagung ist die Erweiterung des Blickwinkels durch die Betrachtung der Situation von gewaltbetroffenen Frauen in osteuropäischen Ländern. Im Ergebnis soll es dabei um eine Auseinandersetzung zu den Perspektiven in der Anti-Gewalt-Arbeit auf gesamteuropäischer Ebene gehen.

Die Veranstaltung knüpft inhaltlich an die erste Fachtagung der damaligen Senatsverwaltung für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen zu europäischen Erfahrungen bei der Verbesserung von Hilfeangeboten für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, an. Zentrales Ergebnis der damaligen Tagung war die Erkenntnis, dass ein verbesserter Schutz von Frauen nur durch Schaffung angemessener gesetzlicher Rahmenbedingungen erreicht werden kann. Durch das Gewaltschutzgesetz und den in vielen Bundesländern möglich gewordenen Platzverweis des Täters aus der Wohnung sind mittlerweile wesentliche Fortschritte gemacht worden.

Dennoch bleiben viele Fragen offen. Ist die bisher erfolgte Vernetzung und Kooperation effektiv und flexibel genug, um auf politische und gesellschaftliche Veränderungen reagieren zu können? Welche unterschiedlichen Auswirkungen für die betroffenen Frauen und ihre Kinder sind durch die spezifischen Ansätze der Arbeit der Interventionszentralen in den westeuropäischen Ländern eingetreten? Sind die struktu-rellen Veränderungen ausreichend? Wie sieht es in den mittel- und osteuropäischen Ländern in Bezug auf die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen aus? Wie können gesamteuropäische Strategien aussehen? Die Tagung soll auf diese Fragen Antwort geben und neue Wege der Kooperation aufzeigen.


Aktualisiert: 13.02.2005, hbr