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    Expertinnen - Workshop am 17. Januar 2003



"Die Bundesrepublik im UN-Sicherheitsrat. Feministische und genderpolitische Forderungen an die Rolle und Politik der Bundesregierung"

Veranstalter: Feministisches Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung 
Ort: Berlin 

Seit dem 01.01.2003 zählt die Bundesrepublik für zwei Jahre zu den nicht-ständigen Mitgliedern im UN-Sicherheitsrat. Aus diesem Anlass veranstaltete das Feministische Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung  am 17. Januar 2003 einen vierstündigen Expertinnen-Workshop. Er bestand aus drei Panels :

Panel I:  Feministische und genderpolitische Aspekte der Friedens-und Sicherheitspolitik

Panel II: Arbeit des Weltsicherheitsrats und Umsetzung der UN-Resolution 1325

Panel III: Frauen, gewaltförmige Konflikte und Peacebuilding

Das Ziel, feministische und genderpolitische Forderungen an die Bundesregierung hinsichtlich ihrer Rolle und Politik im UN-Sicherheitsrat zu formulieren, konnte erreicht werden, so daß am Nachmittag beim Green Ladies‘ Lunch des Feministischen Institus der Forderungenkatalog aus dem Workshop mit Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, diskutiert wurde. Die Forderungen wurden zudem vom Feministischen Institut der Bundesregierung übermittelt.
Zentral war die Forderung, ein klares NEIN zum drohenden Irak-Krieg auszusprechen. Ein wichtiger Diskussionspunkt war die Einrichtung eines frauenpolitischen Runden Tisches, der die Politik der Bundesregierung im UN-Sicherheitsrat kritisch begleiten, analysieren und ihr fachliche Impulse geben könnte.

Im folgenden dokumentieren wir das Programm, die vorliegenden Papiere der beteiligten Referentinnen, sowie die Ergebnisse des Workshops.

Ergebnispapier des Workshops*

Aus einem detaillierten Forderungskatalog wurden vier zentrale Forderungen zusammengefasst. Bei den ersten drei ist die Bundesregierung aufgefordert, sich im UN-Sicherheitsrat einzusetzen. Die vierte zielt auf die innenpolitische Unterstützung feministischer und genderorientierter Politikansätze im Bereich der Friedens- und Sicherheitspolitik, nämlich:

1. Eindeutiges NEIN zum drohenden Irak-Krieg

2. Einführung eines erweiterten Sicherheitsbegriffs

3. Umsetzung der UN-Resolution 1325 vom Jahr 2000

4. Finanzielle Unterstützung und Kooperation mit einem frauenpolitischen Runden Tisch, der die Politik der Bundesregierung im UN-Sicherheitsrat kritisch begleitet analysiert und ihr fachliche Impulse gibt; Bereitstellung finanzieller Mittel zur weiteren Forschung in diesem Bereich.

* Vollständiger Text des Ergebnispapiers als >>  PDF zum Download

 


Aktualisiert: 13.02.2005