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Service » Archiv | Archive » Themen im Archiv | Topics » (A) Frieden » Weltfrauen - Sicherheitsrat
   
    Internationale Fachtagung am 14./15. September 2002



"Frauen und Sicherheit -  Brauchen wir einen Weltfrauensicherheitsrat?"

Veranstalterinnen: Feministisches Institut und Referentin für das internationale Frauenprogramm der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit der Frauenaktion Scheherazade, Berlin.
Ort: Berlin

Ausgangspunkt
Nach dem 11. September 2001, der prekären Sicherheitssituation in Afghanistan und nicht zuletzt auch der Kriegsrhetorik der USA in Bezug auf den Irak rücken Fragen der Sicherheitspolitik verstärkt auf die Tagesordnung. Dabei verfügen Frauen in der Konfliktprävention und -bearbeitung auf institutioneller Ebene kaum über Beteiligungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund möchten wir in Kooperation mit der Frauenaktion Scheherazade einen Diskurs zum Thema Frauen und Sicherheit im Rahmen einer internationalen ExpertInnentagung ermöglichen. VertreterInnen aus internationalen Institutionen, aus NGOs, aus feministischer Wissenschaft und Forschung sowie RepräsentantInnen aus aktuellen Konfliktregionen werden diskutieren, wie Frauen verstärkt beteiligt werden können.

  • Wie sollten Interventionsmöglichkeiten von Frauen in konkreten Krisen und in Kriegssituationen aussehen?
  • Welche Netzwerk- und Supportstrukturen können zur Stärkung der Rolle von Frauen in Krisen- und Friedensprozessen beitragen?
  • Wie tragfähig ist das Konzept eines Weltfrauensicherheitsrats?


Ziele
Entsprechend des skizzierten Hintergrundes will die internationale ExpertInnentagung am 14./15.9.02 einerseits klären, welche Stellung, Bedeutung und Einflussmöglichkeiten spezifische UN-Gremien haben, und andererseits, mit welchen außerinstitutionellen Aktivitäten Frauen- und Friedensbewegungen international zivile Konfliktregulierungsprozesse unterstützen, begleiten und vorantreiben können. Dabei soll einerseits erörtert werden, ob und wenn inwiefern das Konzept eines Weltfrauensicherheitsrats ein angemessener und tragfähiger Ansatz ist, sich im internationalen Kontext und auf UN-Ebene, aber auch regional vor Ort bei Konflikten wirksam Ansehen und Gehör zu verschaffen und im Interesse besonders auch der Frauen aus den Südregionen bzw. aus dem östlichen Europa zu reagieren, bzw. ob und inwiefern er bereits im Vorfeld gewaltsamer Konfliktaustragung durch eigene Konzepte und Strategieangebote eine vermittelnde Wirkung im Sinne ziviler Konfliktlösung einnehmen könnte. Andererseits sollen regional praktizierte Ansätze der zivilen Konfliktbearbeitung auf ihre Übertragbarkeit für andere Regionen eingebracht werden.

Darüber hinaus soll erörtert werden, welche Schritte ggf. zur Realisierung eines solchen Gremiums Weltfrauensicherheitsrat einzuleiten sind und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine breite Akzeptanz in internationalen wie regional gebundenen Kontexten zu erreichen. Als Ergebnis der Tagung wird die Erarbeitung von Empfehlungen für konkrete weitere Workshops und Tagungen zur Entwicklung geeigneter Instrumente im Interesse einer frauenpolitisch ausgerichteten Konfliktvermeidungs- bzw. Lösungsstrategie internationaler Konflikte angestrebt sowie ggf. für weitere Umsetzungsmaßnahmen zur Bildung eines Weltfrauensicherheitsrats.

Durchführung und Zielgruppen
Zur Umsetzung der genannten Ziele werden zwei Panels, die mit ExpertInnen aus internationalen Organisationen und regionalen Krisenregionen besetzt sind und ein Abschlusspanel zur Auswertung durchgeführt, zu welchen ausschließlich Fachleute aus den Bereichen Sicherheitspolitik und Entwicklungszusammenarbeit, aus der feministischen und Geschlechterforschung sowie aus friedens- und anderen sicherheitspolitischen Zusammenhängen in internationalen wie regionalen Bezügen eingeladen werden.

Eine öffentliche Abendveranstaltung dient der Öffnung für ein breiteres, interessiertes Publikum. Diese Veranstaltung findet mit deutsch/englischer Übersetzung statt.

Vorab werden allen geladenen Referentinnen/ Kommentatorinnen sowohl das Konzept des Weltfrauensicherheitsrats als auch eine kritische Auseinandersetzung zur Vorbereitung auf das Thema zur Verfügung gestellt.

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Aktualisiert: 13.02.2005