Startseite   Feministisches Institut   Themen und Projekte   Service
Service
  Netzwerke   Forum      
                           
 
Service » Archiv | Archive » Themen im Archiv | Topics » (A) Impulse » Friedensnobelpreis
   
    Das Archiv  | Kampagnen




Friedensnobelpreis für afrikanische Umweltaktivistin:  Wangari Maathai

Wangar Maathai

Sie kämpft nicht nur für die Erhaltung der afrikanischen Wälder, sondern zugleich auch gegen Diktatur und für Demokratie: Wangari Maathai, bereits mit dem Petra-Kelly-Preis der Heinrich Böll Stiftung ausgezeichnet, wurde jetzt auch international geehrt.

"Bemerkenswert an der Begründung des Nobelpreiskomitees ist das umfassende Verständnis von Frieden und Sicherheit, das auch den Schutz der natürlichen Lebensbedingungen und die Wahrung der Menschenrechte einschließt. Wangari Maathai steht wie kaum eine andere Persönlichkeit für diese Verbindung von Umweltschutz, Demokratie und ziviler Konfliktlösung" begrüßte Barbara Unmüssig vom Vorstand der Heinrich Böll Stiftung die Wahl des Kommittees.

Die jetzige Friedensnobelpreisträgerin und Professorin aus Kenia wurde bekannt durch ihre beherzten Aktionen zur Wiederaufforstung des Landes („Mutter der Bäume“). Sie gründete u.a. die Grüngürtelbewegung („Green Belt Movement“), die sich inzwischen zum panafrikanischen Umweltnetzwerk entwickelt hat.

Ihren Einsatz für die Erhaltung der Naturressourcen und der Umwelt verband Maathai immer mit einem Engagement für demokratische Rechte in Kenia. Trotz mehrfacher Verhaftungen während der Zeit der Diktatur, bei denen sie auch verletzt wurde und trotz der öffentlichen Distanzierung ihres Ex- Mannes, der sich von ihr scheiden ließ, kämpfte Maathai unbeirrt weiter. Schließlich wurde sie ins Parlament gewählt und ist nun Vizeumweltministerin.

  • Ausführliche Hintergrundinformationen über Wangari Maathai und ihre politische Arbeit finden Sie auf der Homepage der Heinrich Böll Stiftung , die der jetzigen Friedensnobelpreisträgerin bereits im April 2004 den Petra-Kelly-Preis verliehen hat und sich für ihre Nominierung eingesetzt hat.

  • Anläßlich der Verleihung des Petra-Kelly-Preises führte die Heinrich Böll Stiftung ein Interview mit Maathai. Dort finden Sie auch die Würdigung zur Preisverleihung von Barbara Unmüssig.

  • Pressereaktionen (Auwahl) finden Sie auf der Homepage der Böll-Stíftung und auf der Seite Pressestimmen.


Aktualisiert: 17.02.2005, hbr